
2023
Die textile Arbeit Time is no river but a lake in which past, present and future flow into each other (“Zeit ist kein Fluss, sondern ein See, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfließen”), beschäftigt sich mit Vergänglichkeit und Präsenz – als performative Eigenschaften, die aus dem Übergang von einem materiellen Zustand in den anderen hervorgehen. Für die installative Arbeit wurden Materialien vom Grund der Spree gesammelt: Schlamm, Flechten, Bakterien, Algen, im Wasser liegende rostige Gegenstände und Pflanzen, die über längere Zeiträume in Prozessen der Wiederholung, des Gärens und Verweilens auf Stoffe aufgetragen und mit Spanngurten zusammengenäht wurden. Das Werk offenbart sich in seinen Materialitäten und in den Prozessen, in denen diese miteinander interagiert haben und fortlaufend interagieren. Die Grenzen zwischen lebendiger und nicht-lebendiger Materie, menschlicher und nicht-menschlicher Beteiligung verschwimmen und lässt uns jene Grenzen, wie eine Wasseroberfläche, selbst als bewegliche Materie betrachten.
Die Arbeit wurde als Teil des Projekts Spree∼Channelsea von Radiootherwise und Soundcamp London gezeigt.



Fotos: Carolin Seeliger

2023
(english) Die textile Arbeit Time is no river but a lake in which past, present and future flow into each other (“Zeit ist kein Fluss, sondern ein See, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfließen”), beschäftigt sich mit Vergänglichkeit und Präsenz – als performative Eigenschaften, die aus dem Übergang von einem materiellen Zustand in den anderen hervorgehen. Für die installative Arbeit wurden Materialien vom Grund der Spree gesammelt: Schlamm, Flechten, Bakterien, Algen, im Wasser liegende rostige Gegenstände und Pflanzen, die über längere Zeiträume in Prozessen der Wiederholung, des Gärens und Verweilens auf alte Stoffe aufgetragen und mit Spanngurten zusammengenäht wurden. Das Werk offenbart sich in seinen Materialitäten und in den Prozessen, in denen diese miteinander interagiert haben und fortlaufend interagieren. Die Falten und Verfärbungen im Stoff zeugen von der repetitiven und dauerhaften Art und Weise, in der die Textilien im Laufe der Zeit geformt wurden. Die Grenzen zwischen lebendiger und nicht-lebendiger Materie, menschlicher und nicht-menschlicher Beteiligung verschwimmen und lässt uns jene Grenzen, wie eine Wasseroberfläche, selbst als bewegliche Materie betrachten.


Foto: Caroline Seeliger